
Das Akademische Orchester Erfurt lädt Sie herzlich zu einem Konzertabend ein, der Überraschendes mit Vertrautem vereint – und dabei die ganze Strahlkraft der klassischen Epoche zum Leuchten bringt.
Programm:
Henri-Joseph Rigel Sinfonie Nr.4 c-moll
Camille Saint-Saens Cellokonzert Nr. 1 a-moll op.33
Joseph Haydn Sinfonie Nr. 104 D-Dur
Dirigrent: Manfred Baumgärtner
Solistin: Alexandra Kahrer
Das Programm steht unter französischem Einfluss, denn sowohl Rigel als auch Haydn prägten die Pariser Musikszene des späten 18. Jahrhunderts.
Mit der Sinfonie Nr. 4 c-Moll von Henri-Joseph Rigel, stellen wir Ihnen ein selten gespieltes Werk von eindringlicher Energie und überraschender Ausdruckstiefe vor. Der aus Wertheim am Main stammende und in Paris wirkende Komponist gehört zu den zu Unrecht vergessenen Meistern des späten 18. Jahrhunderts. Seine vierte Sinfonie besticht durch dramatische Energie, kühne Harmonik und eine orchestrale Dichte, die den Vergleich mit seinen berühmteren Zeitgenossen nicht zu scheuen braucht. Eine Wiederentdeckung, die begeistern wird.
Im Zentrum des Abends steht das Cellokonzert Nr. 1 a-Moll op. 33 von Camille Saint-Saëns. Dieses Meisterwerk zählt zu den bedeutendsten Konzerten der Celloliteratur und besticht durch seine ungewöhnliche Form, virtuose Brillanz und lyrische Intensität. Komponiert wurde es für den französischen Cellisten Auguste Tolbecque, der das Werk 1873 in Paris uraufführte. Schon bald entwickelte sich das Konzert zu einem festen Bestandteil des internationalen Konzertrepertoires. In einem einzigen, kunstvoll gegliederten Satz entfaltet Saint-Saëns eine Klangwelt von mitreißender Leidenschaft und lyrischer Innigkeit. Das Solocello gespielt von Alexandra Kahrer singt, klagt und jubiliert – begleitet von einem Orchester, welches die Impulse aufnimmt und weiterträgt.
Den Abschluss bildet die berühmte Sinfonie Nr. 104 D-Dur von Joseph Haydn, auch bekannt als „Londoner Sinfonie“ – seine letzte und vielleicht reifste Sinfonie. Mit ihrer festlichen Größe, ihrem Witz und ihrer strukturellen Perfektion ist sie ein Höhepunkt der klassischen Sinfonik und ein würdiger Ausklang des Konzertabends.
So spannt das Konzert einen Bogen von einem vergessenen Pariser Meister über den Wiener Klassiker, dessen Ruhm die Seine überquerte, bis hin zum großen Sohn der französischen Hauptstadt selbst – drei Komponisten, eine Stadt, eine Epoche.