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Puppenspiel für Erwachsene – Die Zauberflöte

12. September, 19:30 - 21:30

Einlass ab 19.00 Uhr

Eintritt:  €10.–, ermäßigt € 8.– (Verkauf nur an der Abendkasse)

Getränkebuffet bis zur Vorstellung und in der Pause

 

Die Zauberflöte – Sternstunde einer Souffleuse

 

Mozarts Zauberflöte in den Händen einer unerfahrenen Souffleuse!? Scheinbar schüchtern tritt sie aus dem Schatten ins Rampenlicht und präsentiert ihre Zauberflöte: verspielt, dramatisch und unwiderstehlich menschlich.

Ein Abend voller Emotionen, überraschender Wendungen und natürlich Mozarts grandioser Musik.

 

Spiel:                  Christiane Weidringer

Regie:                 Harald Richter

Bühne:                Christiane Weidringer / Günter Weinhold

Puppen:              Barbara und Günter Weinhold

Musik:                 W. A. Mozart / Andreas Kuch

 

Foto: Lutz Edelhoff

„Wer die Zauberflöte kennt, wird in dieser Inszenierung gleichermaßen gepackt, wie der, welcher sie nicht kennt.“ (TA)

Was Sie erwartet, ist eine zauberhafte Miniaturbühne: Drei Ebenen stellen – auf oder zu geklappt – einmal das Reich der Königin der Nacht, dann das Schloss Sarastros und schließlich dessen Heiligtum dar. So erhalten die unterschiedlichen Figuren Raum zum Spiel, sowohl die von oben geführten Marionetten als auch die von unten gespielten Klappmaulpuppen. Recht gewagt ist diese Zusammenstellung der Figuren, die von den Künstlern Barbara und Günter Weinhold (figurenbau-weinhold.de) aus Berlin voller Liebe und Fantasie gestaltet wurden. Die Marionetten Pamina und Tamino stehen in ihrer Erhabenheit für das Geistige. Die Klappmaulpuppen Papageno und alte sowie neue Papagena sind dagegen bodenständig und in ihrer Zeugungsfreude sichtbar körperlicher. Der Mohr Monostatos ist, political correct, ein hellhäutiger und brutaler Wüstling. Sarastro, Stellvertreter für die Loge der Freimaurer oder Illuminati, also fast nicht mehr von dieser Welt, taucht als Schatten auf.

„… Und schließlich die Königin der Nacht, großartig mit ihrem Sternen besetzten Kleid die gesamte Bühne umfassend. Sie schlingt in ihrer zweiten Arie den überlangen Arm zu ihren Stimmband beanspruchenden Koloraturen um den eigenen Hals, ein Spaß, der nur im Puppentheater gelingt!“ (TA)

Foto: Lutz Edelhoff

Die Spielerin Christiane Weidringer (weidringer.de), angekündigt als Souffleuse, tritt auf mit Textbuch in der Hand, taucht in die Bühne ein und kommt, zur Erheiterung des Publikums, aus der kleinen Souffliermuschel wieder heraus, um zu vermelden, dass die Leiterin des Theaters, Frau Gerlinde Salieri, an diesem Abend verhindert sei und sie selbst die heutige Vorstellung übernehmen wird. Am Ende des Abends erfahren wir, dass der ungeliebten Chefin die regelmäßige Verabreichung des sogenannten „Thronfolger-Giftes“ Aqua Tofana den Garaus gemacht hat. (Es geht das Gerücht, der mutmaßliche Mozart-Neider Salieri habe jenen mit diesem vergiftet.)

Die Vögel, die eigentlich von Papageno, dem Vogelfänger gefangen werden, wollen auch endlich einmal aus dem Schatten ihres Statistenlebens herausflattern und selbst mitsingen, denn: „schließlich sind wir Vögel, Singvögel!“

Der Weimarer Musiker Andreas Kuch (andreaskuch.de) hat aus der Musik des Wolfgang Amadeus Mozart meisterhaft die Highlights extrahiert und neu eingespielt. Auch er sah seine Sternstunde gekommen und komponierte die erste Arie der Königin der Nacht zu einem Chanson um, welches, wie alle anderen Arien, von Weimarer Musikstudenten neu eingesungen wurde.

Diese Zauberflöte erscheint also in einem völlig neuen Gewand und doch ist es genau die Geschichte, die wir alle kennen. Zu verdanken ist diese „Verfrischung“ der dramaturgischen Vorarbeit von Annette Seibt (frau-seibt.de), die das Schikanedersche Libretto aufgetrennt und der Spielerin als neues, schillerndes Kleid auf den Leib geschneidert hat.

Der Regisseur Harald Richter (richter-regie.de) feiert mit dieser Zauberflöte seine 100. Inszenierung. Er beweist damit wieder einmal seine Vielfältigkeit und das Publikum dankt es mit begeistertem Applaus.

Christiane Weidringer und Harald Richter arbeiten seit fast 20 Jahren zusammen. Ihre Stücke zeichnen sich durch Werktreue, Humor, Musikalität und szenographische Vielfältigkeit aus. Auf diese Weise haben sie bereits in zahlreichen Inszenierungen sowohl Kinder wie auch Erwachsene begeistert. Mit ihrem Repertoire reisen sie durch den deutschsprachigen Raum, sind aber hauptsächlich in ihrer Wahlheimat Erfurt präsent.

Details

Datum:
12. September
Zeit:
19:30 - 21:30
Veranstaltungskategorie:
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Veranstaltungsort

Oberkirche Arnstadt

Veranstalter

Oberkirche Arnstadt e. V.