Presse: „Church Night“ am Reformationstag

Thüringer Allgemeine am 03.11.2015

 

Arnstadt (Ilm-Kreis). Evangelische Kirchengemeinde feierte am Samstag mit vielen Gästen stimmungsvoll in der Arnstädter Oberkirche.

Die Band der jungen Gemeinde der evangelischen Kirche sorgte beim Reformationsfest „Open Church“ in der Oberkirche in Arnstadt für die musikalische Umrahmung. Foto: Marco Schmidt Die Band der jungen Gemeinde der evangelischen Kirche sorgte beim Reformationsfest „Open Church“ in der Oberkirche in Arnstadt für die musikalische Umrahmung. Foto: Marco Schmidt

 

Der Altar ist in warmes Licht getaucht. Auf den Altarstufen stehen Kerzen. Man hatte es sich am Samstagabend gemütlich gemacht in der Oberkirche. Dass die Kirche derzeit eigentlich eine große Baustelle ist, war kaum wahrnehmbar.

 

Mit der zweiten Auflage der „Church Night“ (Kirchen-Nacht) wurde der Reformationstag gefeiert. Und das nicht einfach mit einem Gottesdienst, sondern mit Musik, Theater reichlich Essen und zahlreichen Aktionen, bei denen man auch selbst aktiv werden konnte.

 

Organisiert hatten das Fest die Mitglieder von der jungen Gemeinde und die Konfirmanden der evangelischen Kirche des Ilm-Kreises. Knapp 30 Jugendliche haben Andreas Müller, Gemeindepädagoge für die Jugendarbeit, unterstützt. Dass sich der Reformationstag mittlerweile den Termin mit Halloween teilt, war auch Thema an dem Abend.

 

„Wir haben gar nichts gegen Halloween“, sagt Andreas Müller. Man habe sogar ein paar Süßigkeiten vor der Kirche aufgestellt. „Wir wollen aber zeigen, dass es mit dem Reformationstag ein weiteres schönes Fest gibt, welches in der Region eine viel längere Tradition hat“, so der Gemeindepädagoge.

 

So wurde in der Eröffnungsveranstaltung nicht nur auf unterhaltsame Weise erklärt, wie Martin Luther vor nun fast 500 Jahren dafür sorgte, dass wir heute den Reformationstag feiern, sondern es wurde auch gesungen, gerockt und gemeinsam Theater gespielt. Der Gospel-Chor aus Ilmenau und die Band der jungen Gemeinde sorgten für die entsprechende kurzweilige Stimmung.

 

Das Konzept, dem eigentlich sehr alten Fest einen modernen Anstrich zu geben, kommt an. „Schon im vergangenen Jahr bei der Premiere hatten wir viele Besucher“, schildert Andreas Müller. Auch am Samstag war die Oberkirche bis auf den letzten Platz gefüllt.

 

Nachdem es mit Samba-Rhythmen der „Escola Popular“ noch einen kleinen Umzug um die Kirche gegeben hatte, lud die Kirchengemeinde dann zum Essen ein. In verschiedenen Kursen konnte man sich unter fachmännischer Anleitung beim Capoeira oder Improvisations-Theater versuchen.

 

Mit einer kleinen Andacht ließ man das Reformationsfest dann ausklingen.

 

Marco Schmidt / 03.11.15 / TA