Presse: Christine Lieberknecht will bei Sanierung der Oberkirche helfen

Thüringer Allgemeine am 31.10.2015

 

Arnstadt (Ilm-Kreis). Thüringens ehemalige Ministerpräsidentin besuchte die Baustelle und informierte sich, wo es noch klemmt.

Thüringens ehemalige Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht informierte sich in der Arnstädter Oberkirche über den Stand der Sanierungsarbeiten. Neben ihr Thomas Weiß, der Lutherjahrbeauftragte der Kirchengemeinde. Foto: Marco Schmidt
Thüringens ehemalige Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht informierte sich in der Arnstädter Oberkirche über den Stand der Sanierungsarbeiten. Neben ihr Thomas Weiß, der Lutherjahrbeauftragte der Kirchengemeinde. Foto: Marco Schmidt

 

„Riesen Respekt, was Sie hier schon alles geschafft haben“, sagte Thüringens ehemalige Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, als sie sich am Mittwoch von den Mitgliedern des Arnstädter Oberkirchenvereins die Baufortschritte in der Kirche zeigen ließ.

 

Die CDU-Politikerin zeigte sich interessiert und ließ sich jedes Detail erklären. So musste auch Restaurator Jörn Prause genau erläutern, wie er gerade die alte Kanzel der Kirche wieder zu neuem Glanz bringt. Der Restaurator hat sein Zelt in der Mitte der Kirche aufgestellt. Darin befinden sich verschiedene Teile der Kanzel, die von ihm bearbeitet werden. Christine Lieberknecht hielt alles im Bild fest.

 

Lieberknecht will Verein unterstützen

Es war jedoch nicht nur ein Höflichkeitsbesuch. „Ich bin nicht nur hier, um zu sehen, wie die Arbeiten voran gehen, sondern auch, um zu schauen, wo es noch klemmt und wo man noch etwas anschieben kann“, erklärte Lieberknecht. Gemeint hatte sie, dass sie dabei helfen wolle, weitere Gelder zu generieren, die für die Restaurierungsmaßnahmen notwendig sind.

 

So ließ sie sich von Pfarrer Thomas Kratzer und Vertretern des Oberkirchenvereins nicht nur den derzeitigen Sanierungsstand schildern, sondern informierte sich auch, für welche Projekte es noch Geld braucht. Eine feste Zusage konnte sie bereits am Mittwoch für die Einrichtung eines Sicherheitssystems machen. Laut Fachleuten würde dieses knapp 7000 Euro kosten.

 

Von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gibt es 3000 Euro dafür. „Ich denke, für dieses Projekt können wir noch Lottomittel beantragen“, sagte Lieberknecht. Derzeit werden in der Kirche die Kanzel, die Sakristei und der Kreuzgang restauriert. Die Sakristei soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden, informierte Oliver Bötefür vom Verein.

 

Im nächsten Jahr soll der Ostgiebel erneuert werden. Für die Maßnahmen im nächsten Jahr seien die Gelder gesichert. Für noch nicht gesicherte Vorhaben im Jahre 2017 versprach Christine Lieberknecht, sich um weitere Fördergelder und Sponsoren zu bemühen. „Schreiben Sie mir alles auf eine Liste“, wandte sie sich an die Mitglieder des Oberkirchenvereins.

 

„Arnstadt wird eine gute Entwicklung nehmen“

Warum sich Christine Lieberknecht ausgerechnet für Arnstadt und seine Oberkirche engagiert, dafür hat sie eine einfache Erklärung. „Ich fühle mich der Stadt sehr verbunden, da meine Enkel hier leben“, klärte sie auf.

 

„Ich bin überzeugt, dass Arnstadt eine gute Entwicklung nehmen wird und glaube, dass die Stadt auch ein lebenswerter Ort ist“, schwärmt die ehemalige Ministerpräsidentin. Gerade auch im Hinblick auf das angrenzende Gewerbegebiet, von dem die Stadt in Zukunft profitieren werde. Für sie sei Arnstadt immer noch eine „Boomtown“.

 

Sagt es und ist auch schon wieder auf dem Sprung. „Ich will noch zu meinen Enkeln. . .“ verabschiedet sie sich von der Baustelle in der Kirche.

 

Marco Schmidt / 31.10.15 / TA