Presse: Maler will sein Bild in Arnstadt ausstellen

Türinger Allgemeine am 31.08.2015

 
Arnstadt (Ilm-Kreis). Intensiv mit der Flüchtlingsfrage beschäftigt hat sich der Maler Erich Enge. Gern kam er der Bitte des Vereins Oberkirche nach, eines seiner Werke zum Arnstädter Perspektivenwechsel beizusteuern und mit auf dem Podium Platz zu nehmen.

 
Eine Kopie seines Bildes „Afrikas Dornenweg“ stand neben den Diskutierenden. Sie ist auch weiterhin in der Oberkirche zu sehen.

 
Erich Enge nutzt seine Bilder für Botschaften: Vor dem Leid dieser Menschen die Augen zu verschließen, ist keine Lösung, so ist der Künstler überzeugt. Seine Produktivität als Maler dauert bis heute an. Mit gekonntem Pinselstrich widmet sich der heute 83-jährige Künstler vor allem brennenden aktuellen Fragen unserer Zeit.

 
Erich Enge und die Evangelischen Kirchengemeinde sind derzeit auf der Suche nach einem würdigen Ort in Arnstadt, an dem das Bild im Original seinen Platz finden kann. Der Kreuzgang der Oberkirche, der derzeit wiederhergestellt wird, wäre ein solcher Ort.

 
Der Maler und Grafiker wurde 1932 in Rochlitz in Böhmen geboren. Seine Ausbildung erhielt an der Hochschule Burg Giebichenstein in Halle bei Willi Sitte und Kurt Bunge. Er beteiligte sich mehrfach an nationalen und internationalen Ausstellungen. Seit 1971 ist er in Erfurt ansässig. In den Jahren 1977-78 schuf er für die Stadt ein bis heute bekanntes Monumentalbild zum Thema „Die Idee wird zur materiellen Gewalt, wenn sie die Massen ergreift“, das 1992 unter Denkmalschutz gestellt wurde.

 
TA / 31.08.15 / TA