Presse: Die schwere Qual der Wahl: Zwei Konzerte an einem Tag

Thüringer Allgemeine am 23.06.2015

 

Arnstadt (Ilm-Kreis). Konzerte der Musikschule in der Himmelfahrtskirche und der Kirchengemeinde Arnstadt in der Oberkirche.

Zum Konzert „Musica Punct Fuenf“ wurde am Sonntag in die Arnstädter Oberkirche eingeladen. Foto: Christoph Vogel
Zum Konzert „Musica Punct Fuenf“ wurde am Sonntag in die Arnstädter Oberkirche eingeladen. Foto: Christoph Vogel

 

Sommersonnenwende 2015. In Erfurt tobt der Bär. Man stolpert vom Krämerbrückenfest über das New Orleans Festival zur „Fete de la musique“. Und Arnstadt? Hier muss man sich notwendig verstolpern, denn Arnstadt leistet sich wieder einmal den ärgerlichen Luxus, zur selben Zeit zwei Musikkonzerte anzubieten, die das gleiche Publikum ansprechen.

 

Und so gab es am Sonntag um 16 Uhr in der Himmelfahrtskirche bis 17.30 Uhr das „Sommerkonzert 2015“ der Musikschule und ab 17 Uhr im Rahmen der „Musica Punct Fuenf und des Gemeindefestes in der Oberkirche „Sommerlieder zum Zuhören und Mitsingen“.

 

Hätte man unter diesen Umständen nicht das Konzert der Musikschule auf 15 Uhr vorziehen können, wie es ohnehin, vielleicht als „Freud´sche Fehlleistung“ in Form eines unbewussten Wunsches, in der Zeitung gestanden hatte?

 

Trotz der ärgerlichen und unnötigen Überschneidung bot das Sommerkonzert der Musikschule in gewohnter Weise einen prächtigen Einblick in die Künste der nachwachsenden Jugend. Thematisch reichte die Vielfalt vom Barock über Romantik bis zur Moderne und zum Pop.

 

Instrumental gab es eine riesige Bandbreite an Besetzungen. So gab es Soli an Orgel, Cello, Klavier, Flöte, Gitarre, Akkordeon und Gesang, Duette mit Violine und Klavier, Flöte und Akkordeon, Akkordeon und Cajon und ein prächtiges Duett zweier Blockflöten.

 

Besonderen Beifall heimsten das Orchester „Air Lines“ mit dem Solisten an der Blockflöte Sören Schneidewind mit einem „Mini-Concertino“ von Daniel Hellbach und das Trommelensemble „Ratamahata“ mit einem furiosen Stück von Frank Basner ein.

 

Nach diesem erlebnisreichen Konzert in der Himmelfahrtskirche gab es für den Autor in der Oberkirche leider nur noch den, allerdings sehr glanzvollen, Rest des a-cappella-Programms des Bachchores zu erleben. Unter anderem waren wunderbare schwedische Volkslieder und für den gemeinsamen Gesang die „Ichtershäuser Hymne“ von Wilhelm Hey „Weißt du, wie viel Sternlein stehen?“ zu hören.

 

Wer mehr vom Bachchor vernehmen möchte, hat hierzu glücklicher Weise bald die Gelegenheit, nämlich am Sonntag, den 27. September, 17 Uhr im Wandelkonzert der Reihe „Musica Punct Fuenf“ in der Liebfrauen, Ober- und Bachkirche. Auch die Musikschule konzertiert schon wieder am nächsten Sonntag, dem 27. Juni, 15 Uhr. Diesmal beim „3. Holzhäuser Orgelsommerfest“, das mit dem fantastischen „Duo Melange“ aus Leipzig auf Marimba und Flöte um 19 Uhr den glanzvollen Schluss- und Höhepunkt setzen wird.

 

Klaus Ehring / 23.06.15 / TA

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