Presse: Ministerpräsidentin Lieberknecht besuchte die Arnstädter Oberkirche

Die Hallos/’Deutschland today vom 07.09.2014

Mehr Unterstützung bei der Sanierung gewünscht

 

Arnstadt (ke) – Am vergangenen Samstag folgte Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht einer Einladung von Pfarrer Thomas Kratzer und besichtigte die Oberkirche in Arnstadt. CDU-Landtagskandidat Jörg Thamm begleitete sie auf ihrem Rundgang.

Superindentendin Angelika Greim-Harland und Landtagskandidat Jörg Thamm begleiteten Christine Lieberknecht bei ihrem Rundgang © Kerstin Engelmann
Superindentendin Angelika Greim-Harland und Landtagskandidat Jörg Thamm begleiteten Christine Lieberknecht bei ihrem Rundgang © Kerstin Engelmann

 

 

 

 

 

 

 

Auch im Außenbereich - wie hier am Kreuzgang - gibt es noch viel zu tun, wie Oliver Bötefür erklärt © Kerstin Engelmann
Auch im Außenbereich – wie hier am Kreuzgang – gibt es noch viel zu tun, wie Oliver Bötefür erklärt © Kerstin Engelmann

 

 

 

 

 

„Das Vorhaben Sanierung der Oberkirche hat an unglaublicher Dynamik gewonnen“, sagte Karola Hentschel beim Rundgang. Dies sei allerdings auch mit enormen Kosten verbunden. Hier würden sich Hentschel und der Oberkirchen-Verein mehr Unterstützung durch den Bund, aber vor allem durch das Land Thüringen wünschen.

Schön sei es, dass Kirchen auch in den Genuss von Fördergeldern der Städtebauförderung kommen können. Allerdings betrage die Höhe der Förderung in Thüringen nur 60 Prozent der förderfähigen Kosten. „80 Prozent wären hier wünschenswert“, so Hentschel. Und da diese Regelung Ländersache sei, müsste da doch etwas zu machen sein. In diesem Jahr werden die Eigenanteile von der Kirchgemeinde gestemmt. Dies sei allerdings auch nur einmal in dieser Größenordnung möglich, gab Hentschel zu bedenken.

Die Ministerpräsidentin, die 2010 die Schirmherrschaft für die aufwändige Sanierung der Oberkirche übernommen hatte, nahm diesen Hinweis gern auf und schloss eine Erhöhung der Förderquote nicht kategorisch aus. Allerdings sei auch ein spezielles Kirchenbau-Sanierungsprogramm angedacht.

„Die Oberkirche ist eine wunderschöne, einmalige Kirche“, schwärmte Lieberknecht, während sie die Ausstattung des Kirchenraumes bewunderte. „Das ist Volksbildung durch Anschauung“, betonte sie. Schließlich seien Kirchen in unserer Zeit nicht nur „Ruheoasen im Getümmel“ sondern auch „geistige Oasen“.

Beeindruckt von den Fortschritten der Sanierung zeigte sich auch Landtagskandidat Jörg Thamm: „Ich war vor über zehn Jahren zum letzten Mal in der Oberkirche. Damals war ich über die großen Schäden sehr erschrocken. Meinen Respekt für die Menschen, die sich dieser Mammutaufgabe gestellt haben.“

Bis zum Reformationsjubiläum 2017 gibt es im Kircheninneren, aber beispielsweise auch am Kreuzgang, noch viel zu tun. Für dieses Jahr ist neben der Fertigstellung der historischen Taufe auch die Aufarbeitung und Konservierung des Adelsstandes geplant.

Oliver Bötefür drückt aber noch ein weiteres Problem. Gern würde der Verein Oberkirche Arnstadt e.V. die Sanierungsfortschritte möglichst vielen Besuchern zeigen. „Wir hätten gern eine offene Kirche, aber dafür fehlen uns freiwillige Helfer“, so Bötefür. Und auch um mit Ausstellungen, Konzerten oder Märkten wieder Leben in das Gemäuer aus dem 13. Jahrhundert zu bringen, sucht der Oberkirchen-Verein Menschen, die sich als „Zeit-Stifter“ mit ihrer Freizeit, aber auch mit Ideen einbringen.