Presse: Verein sucht „Zeit-Stifter“ für Arnstadts Oberkirche

Thüringer Allgemeine vom 12.03.2014

 

Arnstadt (Ilmkreis). Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Oberkirche ist wieder offen für Besucher. Obwohl sie schon seit 2008 saniert wird, ist sie Ort einiger erfolgreicher Veranstaltungen, etwa des Arnstädter Perspektivenwechsels. Zwischen August und Dezember des vergangenen Jahres wurde sie von 5000 Touristen und Einheimischen besucht.

Die Oberkirche ist ein Schmuckstück. Foto: Hans-Peter Stadermann
Die Oberkirche ist ein Schmuckstück. Foto: Hans-Peter Stadermann

 

Ermöglicht wird dies durch viele Spenden, aber auch durch die Zeit, die freiwillige Helfer investieren. Nicht nur die größeren Veranstaltungen, sondern auch die wöchentlichen Öffnungszeiten der Kirche sind sehr von solchem ehrenamtlichen Engagement abhängig.

 

Deswegen sucht die Oberkirche aktuell „Zeit-Stifter“, also Menschen, die verschiedene Aufgaben rund um die Kirche übernehmen möchten.

 

Dazu gehören die Öffnungszeiten samstags und sonntags zwischen 11 und 15 Uhr und verschiedene Veranstaltungen. In diesem Jahr sind etwa ein Puppentheater und mehrere, nicht nur kirchliche, Konzerte geplant, aber auch der zweite Arnstädter Perspektivenwechsel.

 

Anlässlich der Eröffnung der Jugendstrafanstalt in Arnstadt soll sich die Diskussionsrunde mit der Frage beschäftigen, was man tun kann, um jungen Menschen zurück in die Gesellschaft zu helfen. Natürlich soll am ersten Samstag im Advent auch der Kunst- und Handwerkermarkt wieder stattfinden.

 

Generell sind es Mitglieder des Vereins Oberkirche Arnstadt, die diese Projekte durchführen. Seit der Öffnung der Kirche für Besucher fällt zu viel Arbeit für dessen 51 Mitglieder an, von denen viele nicht Arnstadt wohnen. Die „Zeit-Stifter“, die hier Abhilfe schaffen sollen, müssen nicht in den Verein eintreten und sich auch zu nichts Langfristigem verpflichten, wie Renate Rupp, die stellvertretende Vereinsvorsitzende, betont.

 

Alle, die auch nur hin und wieder Öffnungszeiten in dem historischen Gebäude übernehmen können, sind willkommen, sagt sie. Nebenbei erhält man hier die Gelegenheit, einige stressfreie Stunden in einem sehr beeindruckenden Bauwerk mit originalen Gemälden aus dem 16. Jahrhundert zu verbringen.

Oleg Wahl / 12.03.14 / TA