Presse: Südwand der Arnstädter Oberkirche wird eingerüstet

TA vom 21.06.2012

Pfarrerin Mechthild Latzel vor dem Altar der Oberkirche. Foto: Chistoph Vogel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei einem Gemeindeabend stellen Fachleute die Konzeption für die weiteren Arbeiten in der Oberkirche vor. Die Wände erhalten wieder die Fassung aus der Zeit um 1900.

Arnstadt. Der nächste Teilabschnitt bei der Sanierung der Arnstädter Oberkirche ist geschafft. Nach der Winterpause gingen die Arbeiten am Ostgiebel weiter. Der Bereich der Chorsüdfassade mit angrenzender Sakristei wurde gesichert und restauriert, in dieser Woche gab es die Bauabnahme. Unterdessen werden die nächsten Projekte vorbereitet. Dazu gehören der Kreuzgang sowie Arbeiten im Innenraum. Erfreulicherweise stellte der Bund im Mai aus einem Denkmalschutz-Sonderprogramm 87 000 Euro für das ehemalige Franziskanerkloster zur Verfügung. Mit diesen und weiteren Mitteln, für die die Kirchgemeinde noch auf die Zusage wartet, soll in diesem Jahr mit der dringend notwendigen Sicherung und Restaurierung des Nördlichen Kreuzganges begonnen werden, so erklärte Mechthild Latzel, Pfarrerin im Kirchenkreis für das Projekt Oberkirche.

Seit einem halben Jahr ist die 44-Jährige, die zuvor in Suhl gearbeitet hat, jetzt in Arnstadt tätig. Sie sei hier sehr freundlich aufgenommen worden, sowohl von der Kirchgemeinde, als auch von der Stadt und allen anderen Partnern, betonte sie. Zu ihren Aufgaben gehört es, Aktivitäten zur Sanierung zu bündeln, Veranstaltungen zu koordinieren sowie eine Konzeption zur künftigen Nutzung der Kirche zu erarbeiten. Derzeit geht es ihr darum, mit so vielen Leuten wie möglich ins Gespräch zu kommen. So wurde auch eine Projektgruppe Oberkirche gebildet, die sich kürzlich getroffen und unter anderem über die künftige Wandfassung des Innenraums informiert und diskutiert hat. Als erste kommt die Südwand dran, dafür müssen aufwändige Gerüste um die Emporen herum gebaut werden. Der Gemeinderat sei im Prinzip dem Vorschlag der Restauratorinnen gefolgt, die eine einheitliche Wandfassung, wie sie um 1900 bestand, favorisieren, so Latzel. Das bedeutet, dass die Wände in hellem Ocker gestrichen werden, wobei einige Flächen mit interessanten Befunden frei bleiben. Der Farbton passt auch gut zu der bereits im Dezember 2010 fertig gestellten Decke. Diesen Entscheidungen ging eine aufwendige Restaurierungskonzeption voraus, in die das Kunstgut wie Altar und Taufe einbezogen ist. Über die Untersuchungen und weiteren Pläne zur Oberkirche wird nächste Woche bei einem Gemeindeabend informiert, zu dem alle Interessierten eingeladen sind.

Treffpunkt ist am Mittwoch, dem 27. Juni, um 19 Uhr in der Oberkirche.

Antje Köhler