Presse: Sanierung der Oberkirche als Teil einer nationalen Aufgabe

Thüringer Allgemeine vom 8. September 2014

 

Arnstadt (Ilmkreis). Thüringens Regierungschefin Christine Lieberknecht besuchte als Schirmherrin die Kirche und war beeindruckt.

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht besuchte am Samstag die Oberkirche in Arnstadt und informierte sich über den Baufortschritt. Foto: Hans-Peter Stadermann

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht besuchte am Samstag die Oberkirche in Arnstadt und informierte sich über den Baufortschritt. Foto: Hans-Peter Stadermann

 

„Die Arnstädter Oberkirche steht als Symbol für den Aufbruch in unserem Land – vor 500 Jahren in das Zeitalter der Reformation und vor 25 Jahren für den Weg in die Freiheit und Demokratie, der zur Einheit des Vaterlandes führte“, erklärte Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) im Vorfeld ihres Besuches der Oberkirche inArnstadt am Samstag. Sie kam auf persönliche Einladung von PfarrerThomas Kratzer, der sie in einer kleinen Gruppe durch das Gotteshaus führte.

 

Und obwohl die Thüringer Regierungschefin um die Bedeutung dieser Kirche weiß und sogar Schirmherrin für die Sanierung des Gotteshauses ist, war sie dennoch offenbar überrascht über die Fülle und Güte der Kulturgüter, wie sich bei dem Rundgang nach einer Zitronenlimonade zeigte.

 

Der Adelsstand soll 2014 fertig werden

„Arnstadt ist besonders, mehrere bedeutende Kirchen auf so einem kleinen Flecken, und die Oberkirche ist ganz besonders“, sagte Lieberknecht. Im teilweise bereits sanierten Kircheninneren war Lieberknecht, die seit 2010 Schirmherrin über die Restaurierung ist, ziemlich beeindruckt. „Das hier ist eine einmalige Ausstattung, Volksbildung durch Anschauung, denn Kirchen sind Oasen im Getümmel unserer Zeit und sie sind auch geistige Oasen.“ Sie bekannte zudem, dass sie sich vor gut vier Jahren schon gefragt hatte, was sie sich mit der Schirmherrschaft auflade. „Es war eine Herkulesaufgabe, diese Wiederherrichtung der Oberkirche, die Schäden waren gewaltig.“

 

Dass die Sanierung gelingt und mittlerweile sogar eine Dynamik entwickelt hat, die kaum jemand für möglich gehalten hätte, beschrieb anschließend Dr. Karola Hentschel vom Büro für Stadtentwicklung. Sie nutzte den Besuch der Ministerpräsidentin zugleich, um weitere Möglichkeiten für Fördermittel aufzuzeigen. Denn die Lücken der Finanzierung sind noch sehr groß und die Zeit bis zum Lutherjahr 2017 ist knapp, zumindest was Sanierungen eines Kulturgutes betrifft.

 

Dringend wurde der Ministerpräsidentin ans Herz gelegt, dass die Kirche schnell umfassend gesichert werden muss. Derzeit sind zwar die wertvollen Kultur- und Kunstgüter noch in den Werkstätten, aber bei Fertigstellung der Kirche müssen die Güter unbedingt gesichert werden. Lieberknecht versprach zu helfen. Sie bezeichnete die Herrichtung der Oberkirche „als Teil einer nationalen Aufgabe“.

 

Noch in diesem Jahr soll beispielsweise der Adelsstand, eine Empore seitlich an der Kirchenwand vor dem Altar, fertig restauriert werden. Wobei große Teile der Holzkonstruktion lediglich konserviert werden.

 

Frank Buhlemann / 08.09.14 / TA
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