Konzert zum Tag des Denkmals

Konzert mit dem Ensemble Piu                                    logo piu

 

Sa 07.09.2013     19.00 Uhr / Oberkirche

Einlass ab 18.00 Uhr
Getränkebuffet
Programm: Klassische Kammermusik mit Oboe und Streichern
Eintritt: 16,00 € / 13,00 € Vorverkauf und ermäßigt,
Kinder / Jugendliche bis 16 Jahre frei

 

 

Ensemble Piu, © Lin Haas

Ensemble Piu, © Lin Haas

Angesichts der Internationalität von Musik zeichnet eine gemeinsame regionale wie familiäre Verbundenheit die Mitglieder des Ensemble Più aus, die alle vier im Ruhrgebiet leben und wirken. Sie sind ausnahmslos Orchestermusiker, lehren teilweise und sind miteinander verwandt beziehungsweise lange Zeit befreundet: Die Geigerin Eva Gosling (bis 2003 Mitglied der Essener Philharmoniker) ist verheiratet mit dem Oboisten und Englischhornisten Andreas Gosling (seit 1998 Solo-Englischhornist/Essener Philharmoniker) und die Schwester von Martin Börner (seit 1992 Vorspieler der Bratschen/Niederrheinische Sinfoniker), in deren Familie Markus Beul (seit 1996 Cellist/Dortmunder Philharmoniker) bereits als Jugendlicher musizierte.

1994 gründeten diese vier Instrumentalisten ihr Quartett und konzertierten zwei Jahre später erstmals auf Sylt, wo sie seitdem regelmäßig auftreten. Neben zahlreichen Einladungen an Rhein und Ruhr nahmen sie inzwischen auch Engagements beispielsweise 2006 in Bamberg (Rosengarten der Neuen Residenz), 2007 in Fürth (Schloss Burgfarrnbach) und 2008 in Kassel (Hessischer Rundfunk im Ballhaus) an. Zusätzlich zur überregionalen Konzerttätigkeit brachte das Ensemble Più in den letzten Jahren zwei CDs unter dem deutschen Label audite heraus.

 

Im aktuellen Konzertbetrieb selten gespielte oder seit ihrer Komposition sogar ungedruckte und somit kaum verbreitete Musik interessiert dieses Quartett besonders. Außerdem verlangen ein Holzbläser plus Streichtrio von ihren Komponisten eine Besetzung, die für Kammermusik eher ungewöhnlich ist. Das Ensemble Più setzt jedoch bei seiner Wiedergabe auf Authentizität und hat sich deshalb seit seiner Gründung auf die Suche nach einschlägigen Raritäten in der Musikliteratur begeben.

Aus Resultaten unermüdlicher Entdeckerlust und fleißiger Einstudierung setzt sich daher das seit nunmehr fast 20 Jahren kontinuierlich erarbeitete Repertoire zusammen. Es reicht von Werken der Frühklassik (Johann Christian Bach, jüngster Sohn von Johann Sebastian) bis zu dem Modernen Isang Yun (1999 in Berlin gestorben) oder Malcolm Arnold (2006 in Norfolk gestorben), schließt für Oboe oder Englischhorn, Geige, Bratsche und Cello komponierte Hauptwerke aller Musikepochen ein und ist im Fall zweier heute unterschätzter Komponisten besonders breit: Louis Massonneau, am Hof zu Kassel geborener Franzose (1766 bis 1848), und Gordon Jacob, Brite (1895 bis 1984).

 

Die Kritik verwöhnt bislang Aufführungen wie Einspielungen des Ensemble Più einhellig mit Attributen wie „musikalische Leichtigkeit“ (Stereoplay, 2004), der Oboenton sei „von klassischer, unaufdringlicher Schönheit“ (Fonoforum, 2006) und bei den Massonneau-Quartetten handele es sich um „ohrenschmeichelnde Pretiosen“ (Rohrblatt, 2005) – Applaus, der die Künstler weiterhin bei ihrer Entdeckung von Kostbarkeiten beflügeln wird, schließlich heißt das italienische „più“ auf Deutsch „mehr“.

 

Presse:

Thüringer Allgemeine vom 10.09.2013

Allgemeiner Anzeiger vom 30.08.2013

 

Eindrücke von der Veranstaltung:

 

 

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