Presse: 18. Figur für das Taufbecken der Oberkirche restauriert

Thüringer Allgemeine vom 5.3.2013

Die Figur "Mutter mit Kind" für die Taufe der Oberkirche in Arnstadt wurde nach der Restaurierung wieder der Kirchgemeinde übergeben. Vor Ort trafen sich dazu Oliver Bötefür, Renate Friedel, Hans-Gunter Baumgarten, Thomas Bauer und Mario Laufer (beide Stadtwerke) sowie Pfarrerin Mechthild Latzel (v. l.). Foto: Christoph Vogel

Die Figur „Mutter mit Kind“ für die Taufe der Oberkirche in Arnstadt wurde nach der Restaurierung wieder der Kirchgemeinde übergeben. Vor Ort trafen sich dazu Oliver Bötefür, Renate Friedel, Hans-Gunter Baumgarten, Thomas Bauer und Mario Laufer (beide Stadtwerke) sowie Pfarrerin Mechthild Latzel (v. l.). Foto: Christoph Vogel

Arnstadt (Ilmkreis). Die Stadtwerke spendeten Geld für die Überarbeitung der „Mutter mit Kind“. Die Taufe soll 2014 komplett fertig sein, die Kirche selbst zum Luther-Jubiläum 2017.

 

Die „Mutter mit bekleidetem Kleinkind an der linken Hand“ ist eine der Figuren der Taufe in der Oberkirche in Arnstadt. Am Montag wurde diese Tauffigur in neuem Glanz an die Kirchgemeinde übergeben. Restauriert wurde die „Mutter mit Kind“ durch die Erfurter Restauratorin Christiane Campioni. Das Geld dafür kam als Spende von den Stadtwerken Arnstadt, die sich damit sogar für eine der aufwendigeren Restaurierungen bei den Tauffiguren entschieden. Ganz vorsichtig und mit Handschuhen hatte Pfarrerin Mechthild Latzel die Figur anlässlich der Übergabe in das noch unfertige Taufbecken gestellt. Ihr Dank ging an die Stadtwerke, an die Geschäftsführer Thomas Bauer und Mario Laufer, die beide gestern in der Oberkirche bei der Übergabe der Figur dabei waren. Knapp 1.900 Euro kostete die Restaurierung der vierzig Zentimeter großen Figur, die aus einem Holzgerüst, welches mit Gips ummantelt ist, besteht. Stuckausbrüche wurden fachgerecht wieder ergänzt, Brüche geklebt, Fehlstellen gekittet und alles konserviert, so dass jetzt die sandfarbene Tauffigur fertiggestellt auf ihre endgültige Aufstellung im nächsten Jahr wartet. Insgesamt gehören zur Taufe 20 unterschiedliche Figuren. Angefangen bei Gottvater gibt es acht Mütter, vier Evangelisten, vier Engel mit Marterwerkzeugen sowie Christus mit einem Kind auf dem Arm, eine weitere Christusfigur und Johannes den Täufer. Bis auf zwei Figuren sind die anderen bereits wiederhergestellt, so Pfarrerin Latzel. Die Taufe mit mehreren Ebenen ist eine der herausragenden Stücke in der Oberkirche, die insgesamt eine Seltenheit ist. Denn zu 98 Prozent ist der Bestand der Kirche trotz enormer Kriegswirren in den Jahrhunderten im Original erhalten, wie Oliver Bötefür vom Gemeindekirchenrat sagte.

 

In diesem Jahr sollen die Arbeiten an der Nordwand weitergeführt werden. Der Putz wird dort erneuert, die Bemalung wieder instandgesetzt. Für die Kirchenfenster sind Spezialanfertigungen, die das Glas vor UV-Strahlen schützen sollen, in Süddeutschland in Auftrag gegeben. Darüber hinaus sollen die Arbeiten am Kreuzgang, an dem Teil, der im Hof mit Holzgerüsten abgestützt ist, beginnen. Der Kreuzgang soll im unteren Bereich wieder offengelegt werden. Darüber sollen in dem schmalen Gang Lagerräume für Bücher entstehen. Das Projekt Oberkirche ist eine gewaltige Aufgabe, wo vieles parallel erledigt werden muss, was die Organisation der Arbeiten sehr kompliziert macht. Bis 2017 soll die Kirche mit ihrer reichen Ausstattung auch als Zeichen der Entstehung des Bildungsbürgertums fertiggestellt sein und damit zum Luther-Jubiläum (500 Jahre Reformation) eröffnet werden.

 

Frank Buhlemann / 05.03.13 / TA

 

siehe auch Freies Wort von März 201

Presse: Evangelische Kirche in Mitteldeutschland. Kirchenkreis Arnstadt-Ilmenau

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