Presse: Der Johannes ist zurück

Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Freitag, 20. Juli 2012

 

Altarfigur der Oberkirche in Arnstadt wurde restauriert

Am Freitag, den 20. Juli 2012 kehrt um 17.00 Uhr die restaurierte Johannesfigur an ihren angestammten Platz am Altar der Oberkirche in Arnstadt im Ilmkreis zurück. Anwesend ist auch Dr. Reinhard Kaden, mit seiner Frau, die die Restaurierung durch eine zweckgebundene Spende an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) ermöglichten. Bei der 1641 von Burchard Röhl für den Altar angefertigten Stuckfigur des hl. Johannes war die Trägeroberfläche schadhaft. Auch mussten Teil- und Formverluste ausgeglichen, Brüche, Risse und Korrosionen an den Eisenarmierungen und -elementen repariert werden.

Arnstadt zählt zu den ältesten deutschen Städten. Im 13. Jahrhundert gründeten die Franziskaner dort ein Kloster, für das eine gotische Saalkirche errichtet wurde. Den 60 mal 11 Meter großen schlichten Rechteckbau aus steinsichtigem Werkstein und Bruchstein deckt ein durchgehendes hohes Satteldach. Nach Einzug der Reformation und Aufhebung des Konvents 1538 wurde der Bau zur Hauptkirche der Stadt und Hauskirche der Grafen von Schwarzburg-Arnstadt. In einem Teil der ehemaligen Klostergebäude brachte man zunächst die gräfliche Erziehungsanstalt unter, später die Städtische Schule, die auch die Reste des einstigen Refektoriums und des Kreuzgangs nutzte.

Die Arnstädter Oberkirche, deren Kreuzgang öffentlich nutzbar werden soll, ist eines von rund 400 Förderprojekten, die die private Denkmalschutz-Stiftung seit ihrer Gründung 1985 allein in Thüringen dank privater Spenden und Mitteln der Fernseh-Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, fördern konnte.

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